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Grenzgänger aus Leidenschaft





Ich bin Geograph, Stadtplaner, Verkehrsexperte und Grenz-gänger zwischen Wissenschaft und Praxis. Seit 1995 bin ich Professor für Angewandte Geographie, Raumentwicklung und Landesplanung an der Universität Trier, seit September 2011 bin ich Emeritus.

Mit viel Leidenschaft und Energie kämpfe ich seit vielen Jahren für lebenswertere Städte, einen besseren öffentlichen Verkehr, für eine moderne, innovative Verkehrspolititik und gegen wahnwitzige Großprojekte.



Meine thematischen Schwerpunkte sind Mobilität allgemein und speziell Fuß- und Radverkehr, öffentlicher Verkehr, Städtebau und Verkehr.

Ich bin Mitbegründer und -inhaber des raumkom-Instituts für Raumentwicklung und Kommunikation mit Hauptsitz in Trier und Zweigbüro in Bonn.


Lust auf die Zukunft machen
Der moralische Zeigefinger hilft selten weiter. Ich will Begeisterer sein, kein Besserwisser, und bevorzuge daher eine positive Argumentation ohne die übliche Verzichtsrhetorik. Ich will Lust auf Veränderung machen, auf Innovation, auf mehr Möglichkeiten, auf intelligente Mobilität. Mir geht es um mehr Qualität, um lebensfreundlichere öffentliche Räume und attraktivere Verkehrsangebote. Nur wer sich auch andere Zukünfte vorstellen kann als die, die wir ständig von Prognosen als unvermeidbar diktiert bekommen, kann die Zukunft selber mitgestalten.


Alte und neue Medien als Multiplikatoren
Was nützt es, wenn keiner die guten Ideen kennt? Wenn Forschung und Lehre hinter verschlossenen Türen ihr eigenes Süppchen kochen? Ich arbeite seit vielen Jahren mit Rundfunk und Printmedien zusammen, denn wenn man Leute überzeugen will, muss man sie erstmal erreichen. Inzwischen spielt bei vielen meiner Projekte auch das Internet eine wichtige Rolle, um Menschen zu vernetzen und zu informieren. Aber auch altbewährte Formate wie Poster, Plakate, Flyer und Broschüren kommen nach wie vor zum Einsatz. Die Wanderausstellung Radlust zum Beispiel, die ich zusammen mit meinen Studenten entwickelt habe, haben inzwischen weit über eine halbe Million Besucher gesehen.


Die Rolle der Politik hinterfragen
Ich halte die Programmatik der großen Parteien zu Verkehr und Städtebau für antiquiert und kontraproduktiv. Autos und Straßen sind für die Politik noch immer das Maß aller Dinge und zwar nicht nur in der Verkehrs- sondern auch in der Wirtschafts- und Forschungspolitik. Zwar entwickeln die Parteien vor Ort häufig innovativere und differenziertere Ansätze und auch die politischen Stiftungen und Akademien der Parteien sind offen für Diskussionen und alternative Konzepte. Trotzdem steht am Ende politischer Entscheidungsprozesse fast immer der Ruf nach mehr Straßen, mehr Fahrspuren, mehr Tunnels, mehr Parkplätzen. Leider war die Rolle der Politik im Planungssystem bislang selten Gegenstand kritischer Forschung, daher habe ich die Akzeptanz innovativer ÖPNV-Konzepte bei professionellen Akteuren intensiv untersucht. Herausgekommen ist ein verheerendes Stimmungsbild: Politisch Verantwortliche neigen zu einer dominanten Auto- und Straßenfixierung und begegnen dem öffentlichen Verkehr mit Skepsis, manchmal geradezu mit Verachtung und Hass, was sich in den horrenden Ausgaben für den Straßenverkehr und dem geringen fiskalischen Engagement für den Umweltverbund widerspiegelt.


Aufbruch in ein neues Zeitalter
Natürlich hätte ich gerne noch mehr bewegt und verändert in den vergangenen vierzig Jahren, in denen ich aktiv in der Verkehrspolitik mitgemischt habe. Als inzwischen emeritierter Professor ziehe ich mich aber keineswegs erschöpft oder frustriert zurück, sondern engagiere mich weiter als Impulsgeber und Konzeptentwickler, manchmal auch als Mahner, Provokateur oder scharfer Kritiker. Der Aufbruch ins postfossile Zeitalter hat begonnen, aber es geht dabei um weit mehr als nur die Antriebsfrage. Es geht um die Frage, wie wir leben wollen, wie wir uns bewegen wollen. Die zentrale Frage ist die Systemfrage. Wir müssen weg von der Autofixierung. Wir brauchen ein vernetztes, barrierefreies System, dass Verkehrsarten intelligent verknüpft, motorisierte Mobilität reduziert, Distanzen minimiert und den Mensch und seinen Lebensraum endlich wieder in den Mittelpunkt stellt. Wir brauchen endlich wahre Preise, die Wirtschaftszusammenhänge und Folgekosten für die Gesellschaft widerspiegeln. Wir brauchen politischen Mut und einen kritischen Dialog mit der Wirtschaft, damit die Chancen des Wandels endlich genutzt werden. Ich bin und bleibe Optimist und glaube an die Veränderbarkeit überkommener Strukturen durch das beharrliche Bohren dicker Bretter.


Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben." Albert Einstein


In diesem Sinne heiße ich alle Besucher meiner Website herzlich willkommen und wünsche viel Spaß beim Durchstöbern der verschiedenen Rubriken.